Definintion von MI

Aus Friedrich Fuhr
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Miller und Rollnick (2004) definieren MI als „eine klientenzentrierte, direktive Methode zur Verbesserung der intrinsischen Motivation für eine Veränderung mittels der Erforschung und Auflösung von Ambivalenz.“ (S.47).

Die Klientenzentrierung zeigt sich durch die Konzentration auf die „gegenwärtigen Interessen und Sorgen der Person (Miller & Rollnick, 2004, S.47). Im Gegensatz zu Rogers ergibt sich aus der Zielorientierung des Therapeuten, dass „die Person in Richtung einer Veränderung bewegt wird.“ (Miller & Rollnick, 2004, S.47) die direktive Art der Intervention. Andererseits will MI sich nicht als „Trickkiste [aus verschiedenen Techniken verstanden wissen (FF)], um Menschen dazu zu bewegen, etwas zu tun, was sie nicht tun wollen“ (Miller & Rollnick, 2004, S.47). Extrinsische Motivatoren und eine Änderung der Rahmenbedingungen (z.B. Umweltfaktoren, Hilfsmittel) werden nicht eingesetzt, sondern es wird an Personenfaktoren (z.B. Eigenmotivation, Änderungszuversicht) gearbeitet. Eine wesentliche Voraussetzung guter Zielbindung ist nach MI die Kongruenz der vom Klienten angestrebten Ziele mit seinen „persönlichen Werten und Überzeugungen“ (Miller & Rollnick, 2004, S.48). Eine Kosten-Nutzen-Analyse der derzeitigen Situation im Vergleich mit einer möglichen Veränderung soll es dem Klienten ermöglichen, seine ambivalente Haltung zu verlassen.

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