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Vaultwarden mit Tailscale in Docker auf der Synology

Worum geht es?

Sich Passwörter auszudenken, sie sich zu merken und sinnvoll auf sie zuzugreifen ist für Menschen, die wirklich viele Zugänge zu unterschiedlichen Anwendungen, Shops oder Servern haben, gar nicht so leicht. Im Folgenden beschreibe ich die Installation einer ganzen Umgebung dafür, diese Aufgabe in die eigene Hand zu nehmen. Jemand, der sensible Inhalte wie Passwörter gerne auf eigenen Systemen sicher verwahren will und dazu nicht mit Portfreigaben, SSL-Zertifikaten etc. hantieren will, kann sich mit etwas technischem Verständnis und dieser Anleitung sein selbst gehostetes System aufbauen. Zunächst kläre ich die 4 Begriffe aus dem Titel. Dann beschreibe ich Schritt für Schritt, was zu tun ist.


Vaultwarden

Vaultwarden ist eine freie Software, die selbst gehostet werden kann, um mit bitwarden-Clients zentral seine Passwörter zu verwalten und zu nutzen. Ausserdem lassen sich in dem dabei verwendeten ”Tresor“ Kartendaten, TOTP-Zugangsdaten etc. speichern. Sichere Passwörter können generiert werden, alle Daten können gruppiert und ggbfalls geteilt werden.

Tailscale

Tailscale ermöglicht den Aufbau eines VPN-Mesh-Netzwerks auf der Grundlage von Wireguard. Die einzelnen Maschinen (Nodes) sind via MagicDNS mit FQDN adressier- und nutzbar innerhalb des ts.net Raums. Ports müssen dazu weder geöffnet, weitergeleitet werden. Selbst gehostete Applikationen können ohne Reverse-Proxies bereitgestellt werden. Zugriff zum VPN-Mesh ist nur für Berechtigte möglich.

Docker

Docker ist eine für viele Host-Betriebssysteme verfügbare Virtualisierungslösung, die in Stacks aus Containern ganze Applikationen bereitstellen lässt. Teilweise sind wenige Zeilen Code ausreichend, um bspw. einen Webserver anzulegen und online zu bringen. Das schont Ressourcen und ermöglicht mit vergleichsweise geringem Aufwand das Hosting von unterschiedlichen Apps.

Synology

Die Firma Synology stellt so genannte Network Attached Storage (NAS) Systeme her, die sie Diskstation (oder in einem anderen Format Rackstation etc. nennen). Über den DiskStationManager (DSM) lassen sich diverse Systemeinstellungen administrieren und es können Pakete zusätzlicher Software installiert werden. Bis hin zu Virtuellen Maschinen (VM) und eigenen Mailservern lassen sich die Synologies erweitern. Unter anderem lässt sich auch Docker auf der Synology einrichten.


Auswahl der Hardware

Um es kurz zu machen: Es gibt unzählige Synology-Modelle. Für unsere Zwecke reicht eine DS220+ (oder DS224+) mit 10 GB RAM Speicher und zwei 6 TB HDD. Zu den 2 GB RAM lassen sich weitere 8 GB aufrüsten (nicht nur 4 GB wie Synology sagt!). Das sollte man auch tun. Je mehr RAM die DS hat, desto besser. Wer auf Virtuelle Maschinen (VM) Wert legt, muss natürlich eine bessere Version mit leistungsfähigerer CPU und mit mehr RAM kaufen. Man kann sich ja auf der Website von Synology anschauen, was es gibt.

Installation von Docker auf der Synology

Ich habe zunächst einen User docker eingerichtet samt eigenem Verzeichnis, in dem dann nach und nach alle persistenten Datenspeicher der Container abgelegt werden. Die einfachsten und verständlichsten englischsprachigen Anleitungen für viele Installationen auf Synology findest du unter MariusHosting. Ich fände es müssig, gute Anleitungen zu übersetzen und im Grunde zu kopieren. Daher verweise ich gerne auf funktionierende Quellen. Ich empfehle daher zunächst, Portainer bis zu Step 13 zu installieren. Der Rest ist für unsere Zwecke nicht wichtig im Moment.

Freiheit und Verantwortung

Freiheit und Verantwortung in nahen zwischenmenschlichen Beziehungen: Zwei Begriffe, die schwergewichtig in fast jedem ethischen Diskurs auftauchen, zumindest gestreift werden.  Darüber wurde schon viel geschrieben. Es gibt vermutlich nicht viel Neues dazu. Mein bescheidener Versuch, darüber zu schreiben, dient einem dreifachen Zweck. Ich verschaffe mir selbst Klarheit über meine derzeitige Haltung und Position. Außenstehende mögen diese Text zur Kenntnis nehmen, wenn sie es wünschen. Mithilfe dieses Textes möchte ich aber vor allem meine Haltung den Menschen, mit denen ich nahe zwischenmenschliche Beziehungen lebe, zur Verfügung stellen. Dieser dritte Zweck meines Handelns geht direkt in „medias res“ der Angelegenheit. Denn meine erste These zum Thema lautet: 

T1: „ Es ist eine moralische Pflicht, klar und deutlich mitzuteilen, welche Haltung zur Freiheit und Verantwortung in nahen zwischenmenschlichen Beziehungen man einnimmt gegenüber denjenigen, mit denen man meint, solche Beziehungen zu unterhalten.“

„Moralische Pflicht“ kann für freiheitsliebende Menschen erst einmal schwer und bedrückend daher kommen. Ich vermute: Wer die Freiheit liebt, will frei sein von moralischen Pflichten (die nicht seine eigenen sind!). Nun komme ich daher und stelle diese These auf. Damit konfrontiere ich meine Leser gleich zu Beginn mit Moral, also dem normgerechten Rahmen ethischen Handelns. 

Die Frage, ob es diese Pflicht gibt – oder nicht, ist eine „unentscheidbare Frage“ wie Heinz von Förster sagen würde. Ob etwas „klar und deutlich“ mitgeteilt wird, liegt wie Gunter Schmidt oder Schulz von Thun sagen würden, in der Interpretation bzw. Wirklichkeitskonstruktion des Empfängers der Nachricht. Entscheidbar hingegen ist die Frage, ob man meint, eine nahe Beziehung zu einem anderen Menschen zu unterhalten. Von Förster skizziert das Wesen unentscheidbarer Fragen treffend in „Teil der Welt“, S. 178: „Das ist das Amüsante an den prinzipiell unentscheidbaren Fragen; dass es eben keinen Formalismus, keinen Zwang, gibt, der mich zwingt, diese Frage in dieser oder jener Form zu beantworten. Mit dieser prinzipiellen Unentscheidbarkeit ist ein Raum der Freiheit geöffnet, in dem du jetzt entscheiden kannst. Das heißt, prinzipiell unentscheidbare Fragen können nur wir entscheiden, indem wir sagen: Ich möchte diese Entscheidung wählen, denn ich habe die Freiheit, hier zu wählen, was ich will.“ Damit komme ich nahtlos zu meiner zweiten These.

T2: „Es ist ein Akt der unbeschränkbaren Freiheit eines jeden Menschen, seine Entscheidungen zum Umgang mit der Wirklichkeit in freier Wahl und aus freiem Willen zu treffen.“

Ich bin also Verfechter einer Wahl- und Willensfreiheit in Bezug auf unser Thema. Mehr noch: Ich halte diese Wahlfreiheit für einen Akt der Freiheit selbst. Und ich bin prinzipiell der Ansicht, dass jeder Mensch diese Freiheit sein Eigen nennt, ohne dass es für mich moralisch statthaft wäre, diese Freiheit zu beschränken. Auch hier lege ich wieder moralisches Richtmaß an. Es ist für mich verwerflich, einen Menschen in seiner Freiheit zu beschränken, zu wählen und zu wollen, wie er beliebt, mit der Wirklichkeit umzugehen. Dabei lasse ich im Moment noch offen, ob es denn eine solche Wirklichkeit ausserhalb der je eigenen persönlichen Wirklichkeitskonstruktion überhaupt gibt.  So viel sei gesagt: Auch dies ist meines Erachtens eine „unentscheidbare Frage“ – also eine spannende Frage. Was die Willensfreiheit angeht, bin ich nun kein Verfechter einer unumschränkten Willensfreiheit. 

Ich sehe schon Beschränkungen durch emotionale, innerpsychische oder körperliche Gegebenheiten. Die Versuche von Benjamin Libet et al. wären ein Hinweis in diese Richtung, die ich an dieser Stelle aber auch nicht weiter verfolgen werde. Ich möchte nur ausschliessen, dass die Argumentationslinie sich in Detailfragen verliert. Denn sonst bin ich schneller in einem Diskurs über Determiniertheit vs. Willensfreiheit oder diskutiere über Dezisionalismus vs. Notwendigkeiten. Das ist für mich im Moment irrelevant. Ich riskiere damit, dass aus Gründen der persönlichen Konstitution (bspw. geistige oder körperliche Behinderung, Sucht, Traumafolgen etc.) die prinzipielle Freiheit des Einzelnen in Abrede gestellt werden könnte. Um diese Diskussion im Keim zu beenden, stelle ich meine dritte These auf.

T3: „Das Verhalten und die Handlungen (aktiv oder passiv) eines Menschen – also seine Taten – sind moralisch so zu bewerten, als ob er diese frei gewählt und gewollt habe, selbst wenn diese subjektiv von dem betroffenen Menschen nicht so erlebt wurde.“

Verhalten ist reaktiv. Handlung gilt als willentlich veranlasst. Ich fasse Beides und zudem noch „aktives Tun“ oder „passives Unterlassen“ eines Menschen zusammen als Taten. Ich behandle jeden Menschen so, als ob er sich zu seinen Taten bewusst entschieden hat, sie also gewählt, gewollt und ausgeführt (bzw. unterlassen) hat, selbst wenn dies nicht der Fall gewesen sein mag. Diese These ist schon entschieden gewagter und wird den Widerspruch so mancher Zeitgenossen aufwallen lassen. Das ficht mich nicht an. Denn ich habe das unveräusserliche Recht, zu meinen, zu denken und zu sagen, was immer ich will. Dies eben ist das mir Eigene. Dies ist, wozu ich mich entschlossen habe. Dies ist meine Haltung. Da ich der Auffassung bin, dass esfür den weiteren Verlauf des Diskurses unabdingbar ist, diese These in ihrer mächtigen Schlagkraft eindeutig und klar zu verstehen, werde ich ein Beispiel geben, dass extrem ist und gerade deshalb hoffentlich den gewünschten Effekt eines klaren Ausdrucks erzielt. 

Wir stellen uns einen Menschen vor, der einen über den Durst trinkt. Im alkoholisierten Zustand brüllt er sein Kind an, das daraufhin anfängt, zu weinen. Moralisch bewerte ich die Tat des alkoholisierten Menschen gerade ebenso, als hätter er nichts getrunken. Es macht für mich keinerlei Unterschied. Ich schaue mir das Phänomen an. Das Phänomen ist: Ein Mensch schreit sein Kind an. Das Kind beginnt deshalb zu weinen. Ich werde moralisch ausschliesslich seine Tat bewerten. Es ist für mich unerheblich, ob er das überhaupt mitgekriegt hat (also sein inneres Erleben ist für mich irrelevant). Es ist mir auch schnuppe, welche möglichen Entschuldigungsgründe der Mensch für seine Tat anführt. Die Tat wird schonungslos und nackt in ihrer Phänomenologie voll anerkannt von mir und nach meinen Maßstäben moralisch bewertet. Wie meine moralische Bewertung in diesem Fall aussieht, ist für meine Argumentationslinie unerheblich. Selbst wenn ich mich dazu entscheiden würde, die Tat moralisch als nicht verwerflich anzusehen, ändert es nichts an meiner These, dass ich die inneren Beweggründe, Absichten, Umfeldeinflüsse, Entschuldigunggründe oder das innere Erleben dieses Menschen bei meinr moralischen Bewertung nicht berücksichtigen werde. Ich finde, dass diese These zumindest erklärungsbedürftig ist, denn sie widerspricht zunächst unserer Alltagsauffassung. Daher erhärte ich meine Position weiter und spitze sie in These 4 zu.

T4: „Taten gibt es, doch keinen Täter – sagt Buddha. Wie Recht er damit hatte.  Es sind die Taten, die moralisch bewertbar sind, nicht die Täter.“

So spitz und hart wie selbst mir diese These scheint, so viel Mitgefühl und Güte liegt in ihr. Taten können moralisch verwerflich sein oder hilfreich sein. Menschen sind freie Lebewesen, die Taten begehen. Nicht die Täter sind Gegenstand der moralischen Bewertung, sondern die Taten. Verlässt man dieses sichere Terrain, ist es nur ein kleiner Schritt in moralische Überheblichkeit und Arroganz gegenüber anderen Wesen. Denn ich maße mir nicht an, ein Urteil darüber abzugeben, ob dieser Mensch schlecht oder gut ist. Das obliegt nicht mir. Ich bin kein Richter über andere Menschen, weder Polizist noch Sozialarbeiter oder Psychologe in meinen nahen Beziehungen zu Menschen. Ich bin einfach nur Friedrich mit meinem entwickelten, bewussten Sinn und meiner Haltung zur Freiheit von Menschen. Ich bin – und das wird den Einen oder Anderen überraschen – ein grosser „Fan der Freiheit“. Ich bin der Ansicht, dass der Mensch sich aus freien Stücken Himmel oder Hölle schaffen kann. „Die Hölle – das sind die Anderen“, sagt Sartre. Ich fürchte, es ist noch etwas krasser: „Die Hölle ist in uns – die Anderen sind unsere Projektionen der Hölle nach Außen“. Wir sollten bei uns selbst anfangen – immer! Nicht bei unserem „Nächsten“. So wie wir lernen, uns selbst zu lieben, entwickeln wir auch Liebe, Mitgefühl und Wohlwollen gegenüber den Menschen mit denen wir nahe Beziehungen leben. Wir müssen uns sehr genau ins Gedächtnis bringen, dass es zwar unser Recht ist, frei zu sein, aber es ist nicht unser Recht, andere Menschen abzuurteilen und sie dem Strafgericht zu überantworten. Das ist ein wichtiger Schritt in der Argumentationslinie. Ohne „Metta“ (liebende Güte) würde mein Papier dem Mißbrauch Tür und Tor öffnen. Damit leite ich über zur fünften These.

T5: „Jede Tat hat Konsequenzen. Der Täter muss in die Lage gebracht werden, die Konsequenzen seiner Taten zu erleben – auch gegen seinen Willen.“

Ich bleibe bei dem Beispiel von oben mit dem alkoholisierten Vater, der sein Kind anbrüllt, das daraufhin anfängt zu weinen.  Es ist unbedingt notwendig und moralisch geboten, den Täter als Person und Mensch mit den Konsequenzen seiner taten schonungslos und nackt zu konfrontieren. Dieser Mann muss in die Lage gebracht werden, den Schmerz seines Kindes in vollem Umfang mitzuerleben. Er muss nötigenfalls gezwungen werden, diese Konfrontation mit den Konsequenzen seiner Tat aufzunehmen. 

Dies ist für mich ein Gebot der Menschlichkeit. Es ist mitfühlend, gütig und liebevoll den Täter ohne jede Absicherung für ihn unmittelbar mit den Konsequenzen seiner Taten zu konfrontieren. Selbst wenn das bedeutet, dass in ihm Scham, Schuld, Schande, Schmerz hochkommen. Denn genau dies ist die Absicht! Es ist meine Absicht Menschen knallhart mit den Konsequenzen ihrer Taten zu konfrontieren. Dies ermöglicht ihnen nämlich, zu erleben (sehen, hören, spüren, schmecken, riechen, fühlen) was die eigene tat für einen anderen nahestehenden Menschen bedeutet hat. 

Dies ist die Chance für den Täter, seine Tat abzuschliesen. Sie vollständig bewusst zu erleben. Bis zum bitteren Ende. Echte Reue kann in einem Menschen nur entstehen, wenn er sich dem Schmerz eines Anderen so annimmt, dass bedauern über die verübte Tat aufkeimt. Zur Tat gehört immer auch die Konsequenz, die Auswirkung auf mein Gegenüber. Ich wünsche mir, dass Einsicht, Umkehr, Reue in einem Menschen entstehen, wenn er erlebt, welche Konsequenzen seine Tat hat oder hatte. Es mag sein, dass ich da zu idealistisch bin und dabei übersehe, dass es Menschen gibt, die einfach nur böse Taten tun, weil es ihnen eben gefällt. Aber ich denke nicht, dass ich diesen fatalen Denkfehler begehe. Ich denke, es gibt tatsächlich „das Böse“. Und ich weiss, wie es sich Bahn brechen kann. Daher bin ich felsenfest der Ansicht, dass ein Täter mit den Konsequenzen seiner Tat konfrontiert werden muss. Er muss in die Lage gebracht werden, hautnah zu erleben, was er angerichtet hat. „Das Böse“ verkricht sich in der Dunkelheit. Ich will es ins Licht zerren. Ja – zerren! Da ist auch Wut und Aggression in mir, die hinter meiner These steht. Mein Sinn für Gerechtigkeit, für Ausgleich steht dahinter. Vielleicht ist es eine „heilige Wut“, denn sie steht im Dienst des Lebens, das grösser als ich ist.  Mir ist es unerträglich, dass jemand eine Tat tut und sich dann von den Konsequenzen verächtlich abwendet. Das ist respektlos und zeigt keinerlei Ehrfurcht vor dem Leben. Das bin ich nicht bereit hinzunehmen. Das ist meine eigene Wunde. Das ist meine Verletzlichkeit. Hier liegt meine Grenze. Hier ist die Freiheit meines Gegenübers zu Ende! Denn hier beginnt meine Freiheit. Dies ist der Quell meiner Liebe zum Leben und zu den Menschen. Wer mit mir nahe Beziehungen leben möchte, wird gut daran tun, diese Wunde von mir anzuerkennen. Und mich schonungslos mit meinen eigenen Taten zu konfrontieren. Ich bin nicht frei von Schuld und nicht perfekt. Ich bin nicht besser als irgend ein anderer Mensch. Aber ich bin bereit und willens, weil ich mich dazu aus freiem Entschluss entscheiden habe, zu lieben. Und das bedeutet für mich weder Mitleid mit den Tätern noch duldsames Hinnehmen von Grenzverletzungen. Liebe bedeutet in diesem Kontext, für meine eigenen taten ohne dass es eines Zwangs von aussen bedarf, volle Verantwortung für meine taten und deren Konsequenzen zu übernehmen. Das ist die Schnittstelle zur Verantwortung, von der im Eingang des Textes die Rede war.

T6: „Ich bin vollkommen verantwortlich für jede meiner Taten mitsamt aller Konsequenzen – selbst wenn mir diese Konsequenzen nicht bewusst sind oder waren. Alle Menschen, mit denen ich nahe Beziehungen unterhalte, halte ich für ebenso verantwortlich für ihre Taten und deren Konsequenzen. Sie haben so wie ich die Verantwortung freiwillig zu übernehmen. Dies ist ein Akt gegenseitiger Achtung und Liebe für einander.“

Nun wird hoffentlich völlig klar, dass die Schnittstelle zwischen Freiheit und Verantwortung eine bestimmte Form der Liebe für mich ist. Ob man sie nun Agape, Metta, liebende Güte nennt, ist zweitrangig für mich. Jemand, für den ich mich verantwortlich zeige, darf die Erwartung an mich stellen, dass ich diese verantwortung freiwillig trage. In „Der kleine Prinz“ ist diese Verantwortlichkeit für jemanden (oder „etwas“) sehr schön beschrieben in Bezug auf die Rose.

Nun wird sicher auch klar, wieso ich den Begriff „Liebe unter Willen“ von Crowley hier anbringen kann. Von Liebe getragen, die ich aus tiefstem Herzen will, werde ich Verantwortung für meine Taten übernehmen und die Menschen meiner nahen Beziehungen in die Verantwortung nehmen. Da ist weder Beliebigkeit noch Unsicherheit in mir in dieser Frage. Ein Zweck, eine Liebe, Einheit. Versteht mich an diesem Punkt bitte nicht falsch. Ich werde keinen Menschen lieben, der nicht auch mich liebt. Alles was ich hier sage, gilt für die Herzensfreunde meiner nahen Beziehungen, zu denen nicht viele gehören! Aber vor allen anderen Menschen gilt diese Art der Liebe natürlich meiner Frau. Es ist ein Akt meiner Freiheit, mich ihr gegenüber stets in voller Verantwortung zu zeigen. Ich bin deshalb bereit, jede Konsequenz meiner Taten bewusstseinsklar und offen anzunehmen. Wenn ich den leisesten Schmerz in ihrem Antlitz erblicke, der möglicherweise die Konsequenz einer meiner Taten ist, werde ich mich diesem Schmerz unaufgefordert öffnen. Dieser Schmerz ist untrennbar von mir. Er gehört zu meinem Freiheits- und Verantwortungsbereich. Ich bin dafür verantwortlich. Nicht meine Frau! 

T7: „Der Schutz des Inneren in den mir nahen Beziehungen ist Ausdruck höchster Integrität. Sie zeigt sich in Liebe, Freiheit und Verantwortung miteinander.“

Wer diese Worte aufmerksam liest und mich im Innersten versteht, kann vielleicht ermessen, wieso ich aus dem „Norden“ komme. Ich bin daheim im Thing, ich bin daheim in meiner Sippe, ich bin daheim im Kreis der mir Vertrauten. Nach innen gibt es für mich keine Alternative zu diesen männlichen Werten in mir. Dazu stehe ich. Das ist mein Wort in finstersten Zeiten. Ich stehe für die Rehabilitation des Männlichen in seiner Freiheit und Verantwortung. Ich stehe für Mann und Frau eingebettet in eine Sippe, einen Stamm, ein Volk. Ich stehe hier mit nichts als meiner Liebe zum Leben und zum Eigenen. Ich werde diese Freiheit verteidigen. Ich werde nichts dazwischen kommen lassen. Wo ich stehe, ist kein Platz für Gott. Wo ich stehe ist kein Platz für sentimentales Mitleid. Wo ich stehe, ist Leben. Wenn ich nicht mehr stehe, fällt eine Haltung zu Boden, die licht und hell weiter strahlen muss. Nehmt dann diese Fackel auf und tragt das Licht in euere eigenen nahen Beziehungen. Lasst das Licht nicht untergehen. Haltet fest daran. Begreift, dass wahre Wildheit Beherrschtheit voraussetzt. Freiheit ist nicht, loszukommen von verbindlichen Werten. Freiheit ist Alles! Freiheit ist es, moralisch integer mutig das Eigene zu behaupten. 

Das bin ich!

Ich tue, was in mir aufsteigt. Ich lasse, was in mir verblasst. Ich verfolge Absichten, Zwecke oder Ziele, wenn ich im Modus des Tuns bin. Im Modus des Lassens bin ich absichtslos, zweckfrei und ziellos. Beide Modi sind in jedem Augenblick Aus- oder Eindruck meines eigenen ganzen authentischen Selbsts. In einem einzigen Augenblick sind eine Vielzahl von aufsteigenden und verblassenden Energien in mir lebendig. Jedes Tun impliziert, dass ich nicht gleichzeitig lassen kann, was ich tue. Jeder Modus durchläuft Phasen der Aktivierung, bis die Sequenz abgeschlossen ist oder abgebrochen wird. Leben ist nichts Anderes als die gleichzeitige Aktivierung sehr vieler Impulse, etwas zu tun bzw. zu lassen.

Die überwiegende Mehrheit dieser Impulse stammen aus Bereichen unserers ganzen Selbst, die entweder gar nicht bewusstseinsfähig sind oder unbewusst sind. Ein verschwindend kleiner Anteil dieser Impulse kann durch meine bewusste Entscheidung forciert oder beendet werden. Damit ist es bei der überwiegenden Mehrheit dieser Impulse für mich moralisch irrelevant, meine Absichten, Zwecke oder Ziele bei meinem Tun und Lassen zu berücksichtigen.

Moralisch bewertbar ist meines Erachtens ausschliesslich, was durch mein Tun und Lassen verändert, verstärkt oder verringert wird. Es ist mein Recht als Mensch, mich auf dieser moralischen Grundlage zu verhalten (worunter ich „tun“ und „lassen“ fasse). Ich trage gleichwohl uneingeschränkt die Verantwortung für mein gesamtes Verhalten gegenüber allen anderen Lebewesen.

Meine Verantwortung basiert auf der Tatsache, dass sich durch mein Verhalten für andere Lebewesen potentiell etwas verändert. Diese Veränderung können sie nur auf drei Arten bewerten: positiv (Nutzen), negativ (Schaden) oder neutral. Es ist das Recht und die eigene Angelegenheit, wie andere Lebewesen mein Verhalten (moralisch) bewerten. Es unterliegt weder meiner Kontrolle noch ist es unbedingt vorhersagbar. Die Bewertung hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die mir im Moment meines Verhaltens nicht alle bekannt sein müssen oder können. Es ist auch irrelevant, ob sie mir bekannt wären: es würde keinen Unterschied machen. Die Bewertung meines Verhaltens erfolgt immer durch andere Lebewesen, die sich als betroffen von meinem Verhalten definieren.

Es ist daher ihre Sache, mit ihrer eigenen Bewertung so umzugehen, wie es sich für sie aufgrund der in ihnen aufsteigenden oder verblassenden Impulsen nahegelegt wird. Für ihr Verhalten mache ich meinerseits sie verantwortlich, wenn ich mich als betroffen definiere. Was wiederum meine Sache ist.

Was ist für mich normativ als moralisch richtig, was ist falsch, was ist neutral zu bewerten? Nichts!

Welche Normen, welche Gesetze gelten für mich? Keine!

Wer sollte das Recht haben, mich unter sein Gesetz zu stellen? Niemand!

Das ist Anarchismus. Das ist Freiheit. Das ist Vollkontakt-Verantwortung. Das ist Frieden. Das ist Freude. Das bin ich. Sonst gibt es Nichts!

02 Weil ich jedem Menschen direkt in die Augen schauen kann.

Habe mir wohl heute morgen beim Trainieren ’n bisschen ’ne Spannung im Nacken zugezogen.  Jetzt habe ich Aconit-Schmerzöl draufgeschmiert. Und es tut nicht mehr so weh. Und schreibe einfach weiter.

Mir geht es gut. Warum? Weil ich jedem Menschen direkt in die Augen schauen kann. Weil ich furchtlos geworden bin. Weil ich ich bin. Weil ICH BIN alles ist, was wirklich zählt für mich. Weil ich keine Angst mehr habe. Weil ich keinen Haß mehr spüre.

ICH BIN.

Wann immer ich ICH BIN sage, verwende ich den Namen des Alleinen. ICH BIN DER, DER ICH BIN. Wenn ich doch teilen könnte, welch‘ Wonne und Freude in meinem Herzen bebt. Erst jetzt versteh‘ ich tief: Das DAO ist ohne NAMEN.

Ich bin 聖人 (sheng ren). Ich bin heilig. Ich bin Alles. Ich bin Eins.

Hört‘ auf, einander Feind zu sein. Hört‘ auf das, was ewig ist. Alles Andere ist nichts wert. Was vergeht, ist nicht wichtig.

Alles entsteht, erblüht und vergeht – das ist ANICCA.
Ich bin ANICCA.

Alles ist nicht mein, ist nicht mein Ego – das ist ANATTA.
Ich bin ANATTA.

Alles, woran ich festhalte, macht mich leiden.
Alles wonach ich mich sehne, ohne es zu erleben,
macht mich leiden. Das ist DUKKHA. Unbefriedigend.
Ich bin DUKKHA. Und ich bin der Weg aus Dukkha heraus, ich bin NIRVANA – offene Weite, nichts von Heilig.

Weil ich offene Weite, Egolosigkeit und Vergänglichkeit bin, bin ich vollkommen frei. Nichts hält mich, ich halte nichts.

Heute bin ich.
Jetzt bin ich.

Ich verstehe, wie sich jedes Wesen KAMMA schafft. Und ich weiß den Weg, anders zu leben. Ich weiss, wie ich VERANTWORTUNG trage, ich weiss, wie ich TUGEND lebe, ich weiss, wie ich EHRENHAFT bleibe, ich schaue in die Augen der Dümmsten und Unwissendsten – und auch wenn ich sie anlache, entsteht tiefes MITGEFÜHL mit Ihnen. Denn sie wissen nicht, was sie tun.

METTA für Alle, ausnahmslos Alle. Selbst für die herzlosesten, infamsten, verbrecherichsten und grausamsten Wesen, sie alle schliesse ich heute Nacht ein in meine besten Wünsche: Möge euere offensichtliche Unwissenheit verblassen. Möge Euer Haß vergehen. Möge euere Gier aufhören. Und wenn ihr selbst METTA üben wollt, tut‘ es! Tut‘ es jeden Tag.

 

01 Ja! Leben ist einfach.

Ja! Leben ist einfach. Lächerlich einfach. Du wirst geboren. Du lebst eine Weile lang. Und dann stirbst Du. Du bist nicht allein mit diesem „Los“: so geht es jedem Menschen.  Das kannst Du jetzt doof finden, banal oder von mir aus auch versuchen, mir zu erklären, dass das Alles nicht stimmt. Du kannst es aber auch einfach lassen. Und Dich mit mir fragen: Was soll dann der ganze Aufriss mit dem „Leben“? Wozu das Ganze?  Oder gleich zurück zum Anfang springen. Leben ist einfach, habe ich geschrieben. Stimmt das denn überhaupt – für Dich? Oder eher nicht? Ich jedenfalls finde: „Leben ist einfach.“ Und dazu schreibe ich Dir jetzt noch ein paar Sätze. Aber nicht jetzt. Jetzt habe ich gerade etwas Anderes zu tun. Ich lasse nämlich mein Leben mich gerade in Gleichmut leben. Diesem Leben, dass ich liebe in jedem Moment, dem ich vertraue und dem ich erlaube, mich zu leben. In meinem linken Nacken zwickt was. Darum kümmere ich mich jetzt erstmal. Bis gleich.

Kopf hoch – Herz auf

claddagh-symbol
 
Wenn du fällst,
helfe ich dir auf
– wenn du das willst.
 
Wenn du am Boden liegst,
lege ich mich zu dir
– wenn du das willst.
 
Wenn du weinst vor Schmerz,
bleibe ich bei dir
– wenn du das willst.
 
Wenn du vor Wut bebst,
höre ich dich an
– wenn du das willst.
 
Wenn du zitterst vor Angst,
halte ich dich fest
– wenn du das willst.
 
Wenn du lachst vor Freude,
lache ich mit dir
– wenn du das willst.
 
Wenn ich wirklich will,
dann achte ich auf dich
– und auf mich.
 
Wenn ich lieben will,
dann tu ich’s!
Und wenn Du willst:
Lieben wir uns für immer.

ICH GEBE MICH FU(H)RCHTLOS FREI!

FUHRCHTLOS
Das Chinesische Schriftzeichen für Furchtlosigkeit.

Ich arbeite als Sprachtherapeut mit zusätzlich akademischer Bildung. Ich arbeite als Coach, Hypnotherapeut und Selbstmanagement-Trainer auf Grundlage mehrerer langer, intensiver und kostspieliger eigener Ausbildung(en).
 
Ich gebe Zeit meines Lebens, mein Wissen und meine Erfahrung an Menschen. Dadurch verändern sie sich. Ihre Fähigkeit, Kommunikation zu geben und aufzunehmen, erweitert sich. Ihre Möglichkeiten, mit traumatisierenden Erfahrungen und Beschränkungen in ihrem alltäglichen Leben umzugehen, erhöhen sich.
 
Meine übergreifende Haltung allen therapeutischen Handelns ist:
ICH BEFÄHIGE UND ERMÖGLICHE MENSCHEN, AN DEN BRÜCHEN IHRES LEBENS ZU WACHSEN UND ZU REIFEN.
Das erkläre ich: ich wünsche mir ANTIFRAGILITÄT. Das heisst: Erschütterungen, Brüche, Veränderungen werden zu einer Quelle der Erstarkung des Menschen. Trauma, Kränkung, Trauer werden umgedeutet und neu gerahmt als willkommene Wachstumschancen. Was uns nicht tötet, macht uns unzerbrechlicher.
 
Ich bin mal direkt, mal erzähle ich Geschichten. Durchwegs provokativ, konfrontativ und herausfordernd begegne ich allen Patienten. Ich erlaube Verunsicherung, Desorientierung, Ratlosigkeit. Ich feiere die daraus blühenden, aus dem Gewohnten aufbrechenden intuitive Lösungen meiner Patienten. Ich habe volles Vertrauen in die Fähigkeiten und Möglichkeiten jedes Patienten. Mein Engagement passt sich der Bereitschaft meines Gegenübers an, das Risiko, zu wachsen und Altes hinter sich zu lassen, an. Wer weniger risikofreudig ist, wird mehr Zeit brauchen, denke ich. Ich meine, initiatorisch zu arbeiten, an den SCHWELLEN zwischen Gewohnheit und Freiheit, an ekstatischen Entladungen, an kathartischen Befreiungen, am „KAIROS“ – dem günstigen (Wende-)Punkt eigenen Geschicks.
 
Und all das bereitet mir Freude. Das macht mir Spass. Jedes 0815-Therapiere geht mir auf den Geist. Nicht, weil ich es nicht könnte. Sondern, weil es mir keinen Spass macht.
 
Meine Freude bei der Arbeit ist mir wichtig. Ich will mich selbst spüren und fühlen und das auch kommunizieren können. Ich bin vielleicht nicht immer distanziert-professionell – dafür bin ich mit meinem ganzen Wesen präsent.
 
Ich bin jeden Moment authentisch, echt und präsent wenn ich therapiere. Aber das heisst um Gottes willen NICHT, dass ich immer freundlich, wach, sanft, nicht einmal immer voll aufmerksam oder zugewandt wäre: Nein-ich bin einfach ich. Und ich tue konsequent das, was mir dient. Was mir JETZT und HIER wichtig oder interessant erscheint.
 
Genauso arbeite ich. Ich bin kein Opfer. Kein Ich-machs-Dir-Recht-Therapeut. Ich mache, was ich wirklich will. Das garantiere ich jedem in jeder Sitzung.
 
Das übrigens ist eine FÄHIGKEIT von mir, die ich jahrelang lernen musste, aufbzuauen. Ich bin völlig unabhängig von Wertschätzung, Bestätigung, Lob, freundlicher Umgangsformen, Kritik oder Beschwerden. Daher darf all das bei mir passieren. Ohne, dass das meine therapeutische Haltung im Mindesten im Sinne von Zugeständnissen meinerseits berühren würde.
 
Es dürfte klar geworden sein, dass meine finanzielle, therapeutische, ethische und persönliche Haltung in Bezug auf das Therapie-Geschäft völlig UNABHÄNGIG und FREI von den Kommentaren, Bewertungen oder Beschuldigungen anderer Menschen geworden ist.
 
Eben DESHALB bin ich meinGELD WERT. Weil ich meine Fähigkeit nämlich verkaufe! Und zwar an JEDE und JEDEN, die meinen Preis zahlt. Ich habe keine Hemmung, Geld anzunehmen, ich arbeite nicht kostenlos. Ich NEHME, was ich kriegen kann. Und ich nehme gerne! Ohne Scham oder Schuld. Weil ich es mir wert bin.
 
Ich gebe dafür mein volles, echtes Engagement und zahle mit meiner kostbaren Lebenszeit.
 
So handle ich in geschäftlichen Angelegenheiten. So handle ich als Therapeut. Ich bin FREI!
 
Wer mit mir Geschäfte machen will, muss meinen Preis zahlen. Denn als ehrbarer Kaufmann zahle auch ich prompt meine Rechnungen. Nicht, dass irgendwer so sein müsste, wie ich das will. Das ist illusorisch. Hier liegen meine Begrenzungen, die „Constraints“. Deshalb KANN und WILL ich nicht JEDES Geschäft machen. An diesem Punkt bin ich selbstbeschränkt. Vielleicht rigide, hart oder kaltblütig. Macht mir nichts aus! Ich habe es so und nicht anders gewählt.
 
Meine Zeit und Präsenz sind kostbar. Sie sind jeden Euro wert.
 
Ein letztes Wort. Ich kann großzügig sein, meine Zeit und Präsenz verschenken. Das tue ich auch immer wieder. Für Bedürftige, meine Freunde, meine Familie. Das ist kein Geschäft. Das ist mein Wohlwollen – eingedenk der Tatsache, dass ich völlig sicher bin, dass es keinen gibt, der es nicht wert wäre, mich als Geschenk zu bekommen. Oder – etwas weniger großspurig: Wir ALLE erleben Schmerz und Leid, sind fühlende Wesen. Manchmal, wenn wir hilflos, unsicher, schwach oder voller Selbstzweifel sind, bekommen wir Trost, Aufrichtung und Kameradschaft ohne Verpflichtung. Wir werden beschenkt. Und weil ich reich beschenkt wurde mit Leid, Schmerz, Trauer und Support bekam, bin ich DANKBAR dafür, bin bescheiden und GEBE MICH FREI.
 
Ich bin einen langen Weg hierhin gegangen. Es ist an der Zeit, mich frei zu lassen. „it is time, to unleash my mindful power“.
 
Ich war voller schuld, scham, zweifel, trauer und angst. Ich lebe jetzt mich – voll und ganz. Ich ehre meine wunden. Ich bin an ihnen gewachsen. Ich stehe der Maskerade, die aus ANGST UND FURCHT geboren ist, nicht mehr zur Verfügung.
 
ICH GEBE MICH FU(H)RCHTLOS FREI!
 
Fu(h)rchtlosigkeit – das Beste in mir.
 
 

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agapeDas Leben eines Menschen ist nicht besonders lang. Es ist ganz gut, es voll zu leben. Es ist hilfreich, darin glücklich zu sein. Dabei hilft es ungemein, laut und viel zu lachen. Vor allem über sich selbst. Und über das Leben.

Ich habe keine Ahnung, in welcher Stimmung du gerade bist, wenn du dies liest. Ich weiss nichts über dich. Ich schreibe, was mir gefällt, was mir einfällt. Ich schreibe, was ich denke. Woran ich glaube. Was ich für wahr halte. Mehr habe ich dir nicht zu geben. Nur meine Worte, die du lesen kannst. Irgendwann.

Was weisst du von mir? Was weisst du wirklich sicher? Vielleicht siehst du ein Foto von mir. Oder redest mit mir. Vielleicht umarme ich dich. Vielleicht schmeckst du meine Küsse auf deiner Zunge. Vielleicht siehst du den Glanz in meinen Augen im Mondlicht. Vielleicht hörst du mich – dir Gedichte vortragend. Oder du drehst dich um für einen Moment. Siehst meinen Schatten. Erschrickst. Bekommst Angst vor dem Dunkel, dass ich hinter mich werfen lasse. Vielleicht trinken wir Kaffee. Oder du siehst, wie ich dich so tief verstehe, wie es dir noch nicht geschehen ist. Dass wir die Spitzen des Lebens auskosten. Auf messerscharfen Klingen von Schwertern in der Nacht im Sand der Dünen. Du spürst kaltes Leder auf deiner Haut, Federn, einen Hauch von Ahnung, wer ich wirklich bin. Ich bin. Wer bist du?

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ich bin. ich bin. ich bin.

ich schreibe. ich höre musik. ich bin frei. ich bin ich. ich will sehen. ich will die wahrheit sehen. die nackte wahrheit. hinter allen schleiern. ich bin offen für das universum, mich zu füllen. hier bin ich. allein – und nie allein. glücklich – und nie getrennt von der liebsten. hier bin ich – und ich bleibe. ich weiche keinen millimeter zurück. komme, was da wolle. gehe, was fortgehen will. ich gebe alles her. ich halte nichts. ich bleibe einfach nur hier. an dem einen punkt. in dem einzigen fleck. in mir. in mir. in mir entfaltet sich eine welt. eine völlig neue welt. ich bin ihr schöpfer. ich bin ihr erbe. ich habe keine angst, keinen zweifel, kein zaudern, keine furcht in mir. jetzt nicht. jetzt bin ich mutig, voller vertrauen, entschlossen, neugierig auf das, was ich schaffe. ich bin in liebe, voller freude, voller mitgefühl, voller als je zuvor. ich bin ganz. ich bin wirklichkeit. es gibt mich. ich bin spürbar. ich sende mich durch und durch. ich lasse mich zum sender dessen werden, das ist. von ewigkeit zu ewigkeit bin ich. ich höre dir zu. ich sehe dich. schmecke dich. ich weiss dich. durch und durch. durchdringe alle schichten zwischen uns mühelos. mit einem lächeln. mit liebe. ich hänge an deiner unterlippe. mit mir. mit mir bin ich in dir. und du bist mit dir in mir. lass mich. fass mich. halt mich. halt mich. halt mich ganz fest. lass mich nicht. unfassbar. gebe mich. gebe mich hin. und gebe mich her. mehr als mich habe ich nicht. ich halte dich im warmen werden. für ein immer. für ein nicht-zwei. sage nicht-zwei, wenn der zweifel keimt. grabe mich in dich. tief hinein, weit darüber hinaus. dein haar. unsere lust ist eins. love me – take care – i am the substanceless being – i am the no/thing in the dust. i am lust. i am. i am. i am. tiefe mich tiefer in dich. erhöre dich. erlaube dich. erzeuge dich. allerzeugend wandle ich mich. allerzeugend wandle ich mich. ALL ERZEUGEND WANDLE ICH MICH. ich häute mich, damit nichts mehr zwischen uns sei. ich zerbreche alles, was uns trennt – weil ich es will. weil ich es kann. weil ich die macht und kraft und herrlichkeit in mir trage. weil sie mir göttlich auf die stirn geküsst wird. ich … ach …. dieses kleine WELT-ich. es ist längst zerstoben. vergangen. vergangen. restlos gegangen. das ich, das liebt, ist kraft des alls. ich bin das all. du bist es. du bist alles. alles für mich. die flagge, die wir tragen durch die äonen heisst: achtsame liebe für immer und immer. die rüstung, die wir tragen ist die hautlose leichtigkeit lebendigen seins. nun werde ich , was ich schon immer war. ein medium des ganzen. ich weiss, dass es ausserhalb dieses stroms nichts und niemanden gibt. ich weiss, dass dieser strom alles ist. dieser weg, den wir alle gehen, wenn wir nur für einen kleinen moment die gipfel des wesens erblicken, der wir alle sind. wir werfen uns nieder, umrunden die kaaba, pilgern zum licht, sind sat-chit-ananda, sind horus, sind maat, sind kinder des einen. wir sind. wir sind 93. wir sind alles. es gibt nichts, dass uns trennt. wir sind. wir sind. wir sind. zittern deine hände, mein süssester freund? one life – one purpose – one love – ONE. alles ist neu. verwandelt ist alles, was ich fühle … ich bin dankbar, so unendlich dankbar.

ich bin. ich bin. ich bin.
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